Zentrum für EFT und Energetische Therapien
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Schamanismus und Naturwahrnehmung - der 'Alte Weg'

 

Einen kleinen Einblick in das Thema 'Schamanismus' bietet ein Interview, das Ruth Chastel für den VAK-Verlag anläßlich der Neuerscheinung des Buches 'Schamanismus praktisch' mit mir geführt hat (mit freundlicher Genehmigung des VAK-Verlages).

 


Worauf führen Sie das enorme derzeitige Interesse am Schamanismus zurück?

 

Meiner Ansicht nach ist einer der Hauptgründe für das große Interesse am Schamanismus, daß das schamanische Weltverständnis ein sehr ganzheitlich-ökologisches und damit ganz aktuell ist. Das heißt, wir sind nach schamanischem Verständnis verbunden mit allen anderen Lebensformen (zu denen neben Pflanzen und Tieren auch Mineralien und Naturkräfte zählen) und sind voneinander abhängig. Das bedeutet auf der einen Seite ein Eingebunden- und Aufgehobensein, auf der anderen Seite aber auch eine aktive Verantwortung. Aus der Sicht des Schamanismus ist gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme auf unsere Mitwelt die Grundlage für das Gesundheit und Wohlergehen (und, im Hinblick auf die Klimaveränderung, für das Überleben der Menschheit). Es ist interessant, daß diese Sichtweise der Verbundenheit (und auch andere wichtige Aspekte der Kosmologie wie z.B. das Vorhandensein einer nicht-physikalischen, spirituellen-informativen Ebene) viele Parallelen mit den Erkenntnissen der Quantenphysik und der modernen Neurobiologie hat.

Ein zweiter Grund ist, daß der Schamanimus etwas Altes, Vertrautes in uns anspricht – auch wenn er auf den ersten Blick oft geheimnisvoll, rau und unverständlich wirkt. Ich glaube, daß er eine Art Rückerinnerung an etwas universell-menschliches ist und damit eine lange vermisste Rückverbindung herstellt – durchaus auch an eine ganz eigene, westliche Tradition, die z.B. noch in Resten in Märchen erhalten ist.

 

 

Wie arbeitet Schamanismus?

 

Schamanimus ist ein Überbegriff für sehr vielfältige, unterschiedliche und komplexe Strömungen, allen schamanisch geprägten Kulturen gemeinsam ist aber, daß die SchamanInnen Experten für veränderte, erweiterte Bewußtseinszustände sind. Dadurch können sie auf Informationen zugreifen, die normalerweise nicht zugänglich sind. Dieser schamanische Bewußtseinszustand wird meist durch akustische Reize wie Trommeln oder Rasseln, Tanz oder auch psychoaktive Pflanzen hervorgerufen, der Grad dieser Trance oder Bewußtseinsveränderung variiert aber je nach Kultur sehr stark.

 

 

Was ist das Besondere an Schamanismus?

 

Schamanismus ist eine sehr praxisorientierte, bodenständige Erfahrungswissenschaft, die kaum gelehrt, sondern selber erarbeitet werden muß. Wir reisen dabei nach innen, d.h. in die Tiefen des eigenen Bewußtseins, und begegnen dort spirituellen Helfern, die je nach Weltanschauung und Wirklichkeitshypothese als unabhängige Wesenheiten (Schamanismus), kollektives Unbewusstes (Jung’sche Psychologie), Neuronale Netze (Neurobiologie) oder verdrängte, abgespaltene Persönlichkeitsanteile (klassische Psychologie) beschrieben werden. Das Besondere am Schamanismus ist ein spezifischer veränderter Bewußtseinszustand, der sich von anderen veränderten Bewußtseinszuständen wie z.B. in der buddhistischen Meditation oder beim Yoga, deutlich unterscheidet.

Schamanismus ist in gewisser Weise eine Bewusstseinstechnologie, die die Untrennbarkeit der physikalisch-materiellen und spirituell-informativen Dimension zugrundelegt und beide Bereich über eine kontrollierte Bewußtseinserweiterung miteinander verbindet.

 

 

Der Schamanismus gliedert die nicht alltägliche Wirklichkeit in drei Felder: die obere, mittlere und untere Welt. Was hat es damit auf sich?

 

Für die Menschen in schamanistisch geprägten Kulturen beschreiben diese drei Welten verschiedene Realitätsebenen, von denen nur ein Teil, der alltägliche Bereich der Mittleren Welt (d.h. die Welt, in der wir leben) wahrnehmbar ist. Der nicht-alltägliche Bereich der Mittleren Welt, sowie die Untere und die Obere Welt sind rein spirituelle Bereiche, die aber als ebenso ‚real’ und sinnlich erfahrbar angesehen werden, wie die alltägliche Realität. Diese Multidimensionalität wird interessanterweise auch von mehreren Richtungen der modernen Physik wie z.B. der erweiterten Quantenfeldtheorie von Heim und Dröscher, der Viele-Welten-Theorie u.a. von Everett und der M-String-Theorie propagiert und gilt streckenweise schon als mathematisch bewiesen.

Ich persönlich finde den Vorschlag von Kenneth Meadows, die verschiedenen Welten als Bewusstseinsmodell aufzufassen, sehr interessant. Er verbindet die Mittlere Welt mit dem Ich-Bewußtsein, die Untere Welt mit dem Unter- und Unbewusstsein und die Obere Welt mit dem Überbewusstsein.

Die Neurobiologie und die klassische Psychologie gehen davon aus, daß wir auf sonst nicht zugängliche neuronale Netze bzw. Gehirnareale im eigenen Bewußtsein zugreifen, während die Transpersonale Psychologie davon ausgeht, daß die verschiedenen Welten im kollektiven Unbewußten bzw. im transpersonalen Bereich liegen.

Allen gemeinsam ist die Erkenntnis, daß wir im schamanischen Bewußtseinszustand auf eine sehr viel breitere Informationsbasis Zugang haben und diese für die Lösung von Problemen und Lebensfragen sinnvoll und hilfreich ist.

 

 

Die Schamanen werden „berufen“ und müssen besondere Fähigkeiten aufweisen. Kann jeder einfach Schamane sein und die Methoden gefahrlos bei sich und anderen anwenden?

 

Nein. Man muß ganz klar unterscheiden zwischen einem Schamanen und einem schamanischen Praktiker. Der Begriff Schamane/Schamanin ist reserviert für Menschen, die wirklich zum Schamanen berufen sind und eine entsprechende Lehrzeit bei einem erfahrenen Schamanen absolviert haben. Die Stellung des Schamanen geht mit einer großen persönlichen Verpflichtung einher und die Berufung ist oft mit einer schweren Krankheit oder Prüfung verbunden. Was aber auch Nicht-Schamane lernen und sinnvoll für den Alltag anwenden können, sind ausgesuchte schamanische Techniken, die nur mit einer leichten Bewußtseinsveränderung einhergehen (der Schamane Axel Brück unterscheidet hier zwischen der leichten Verschiebungsreise und der sehr viel tieferen und Erfahrung voraussetzenden Ekstasereise). Aber natürlich erfordert auch der Schamanismus als spirituelle Praxis eine gewisse Ich-Stärke und Stabilität - meiner Erfahrung nach sogar etwas mehr als viele andere Selbsthilfetechniken, da eine schamanische Reise ein Eigenleben entwickelt.

 

 

Inwiefern profitiert der moderne Mensch von den alten schamanischen Techniken?

 

Ich persönlich finde Techniken wie die schamanische Reise, Naturwahrnehmung und Visionssuche sehr bereichernd, erfüllend und rückverbindend. Die meisten Menschen mit langjähriger schamanischer Praxis stellen eine größere Gelassenheit, innere Sicherheit und das Wissen darum, verbunden und aufgehoben zu sein, fest. Die Techniken stellen die verlorengegangene Verbundenheit mit der Schöpfung wieder her und schaffen Mitgefühl, Verständnis und Respekt für unsere Mitwelt.

 

 

 

Inwiefern eignen sich die Techniken des Schamanismus zur Selbsthilfe?

 

Die in meinem Buch vorgestellten Techniken eignen sich sehr gut zur Selbsthilfe, eine gewisse Stabilität und Selbstverantwortung, wie gesagt, vorausgesetzt. Fortgeschrittenere Techniken wie z.B. die Seelenrückholung gehören dagegen in die Hände von ExpertInnen.

 

 

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